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Beschreibung des Gemäldes von Salvador Dali „Die verzauberte Küste mit drei flüssigen Grazien“

Beschreibung des Gemäldes von Salvador Dali „Die verzauberte Küste mit drei flüssigen Grazien“



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Das Bild, das wir betrachten, ist ein Umdenken der antiken griechischen Mythologie. In der traditionellen Kultur der Gnade sind sie auch Weichtiere, die Freude, Charme und Schönheit verkörpern. Aber Salvador Dali lehnt die allgemein akzeptierte Lesart ab und verweist auf einen anderen Mythos, der von den drei Schicksalsgöttinnen Moira erzählt, in deren Händen das Schicksal jeder Person liegt.

Die Abbildung rechts zeigt ein langes Instrument, in das die Spitze des menschlichen Lebens eingewebt wird. Die Göttin in der Mitte misst den schicksalhaften Faden. Ihr Bild symbolisiert das Leben eines Menschen von Geburt an. Die Abbildung links ist für den Tod verantwortlich und entscheidet, wann die Fäden gerissen werden müssen.

Die Flüssigkeit der Gnaden beruht auf der Tatsache, dass ihre Gesichter in eine Landschaft eingeschrieben sind. Das Gesicht der Göttin auf der rechten Seite wird durch einen Steinbogen in der Ferne umrissen. Die Merkmale eines schönen Gesichts in der Mitte bilden die Figuren eines Reiters, eines Pferdes und einer Person, die ihnen nachläuft. In der dritten Gnade beobachten wir überhaupt keine Gesichtszüge. Ein dunkler Stein ersetzt ihren Kopf. Das ist sehr symbolisch. Die ersten beiden Figuren verkörpern das Leben eines Menschen vom Moment seiner Geburt bis zum letzten Tag. Dieses Leben ist wunderschön, was sich an den ruhigen und entsorgenden Gesichtsausdrücken dieser Göttinnen und ihren eleganten Posen messen lässt.

In der Gestalt beider sind die Silhouetten von Frauen unter schwerelosen weißen Kleidern versteckt. Schöne Schulterlinien, konvexe und weibliche Brüste, üppige Hüften - diese Bilder sind humanisiert und für jeden Betrachter verständlich. Im Gegensatz dazu ist die dritte Figur fast unkörperlich. Ihre Robe verschmilzt mit der Farbe von Sand. Und vor diesem Hintergrund klammern sich angespannte Finger deutlich an den Stoff des Kleides und halten den Faden hartnäckig über seinen Kopf. Der Tod ist entpersönlicht und hässlich, aber gleichzeitig unvermeidlich.

Dieses Bild ist ein Versuch, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens zu erfassen.





Bild 9 Kreise der Hölle Dante


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